Warum die Länge zählt
Mit jedem Zeichen wächst die Zahl möglicher Kombinationen enorm. Ein Passwort mit 16 zufälligen Zeichen ist für Angreifer kaum zu knacken, selbst wenn es nur Buchstaben und Zahlen enthält.
Hintergründe, die dir im Alltag helfen: wie Angreifer arbeiten, warum Länge zählt und wie du deine Konten Schritt für Schritt absicherst.
Wenn du nur eine Sache mitnimmst: Lange, einzigartige Passwörter schützen dich mehr als jede Kombination aus kurzen Tricks.
Mit jedem Zeichen wächst die Zahl möglicher Kombinationen enorm. Ein Passwort mit 16 zufälligen Zeichen ist für Angreifer kaum zu knacken, selbst wenn es nur Buchstaben und Zahlen enthält.
Aktiviere überall, wo es geht, eine zweite Bestätigung, etwa per App oder Sicherheitsschlüssel. Selbst ein erratenes Passwort reicht dann nicht mehr aus.
Gefälschte Mails wirken oft dringend. Prüfe die Absenderadresse, klicke nicht vorschnell auf Links und gehe lieber direkt über die Adresse im Browser auf die Seite.
Drei Themen, die dir helfen, deine Konten wirklich abzusichern, ohne dich mit Fachbegriffen zu überfordern.

Ein Passkey ist ein Schlüsselpaar. Der private Teil bleibt auf deinem Gerät und verlässt es nie. Du bestätigst die Anmeldung mit Fingerabdruck, Gesichtserkennung oder der Geräte-PIN. Ein Passwort muss dabei weder eingegeben noch gemerkt werden, und Phishing-Seiten können den Schlüssel nicht abgreifen.
Wo ein Dienst Passkeys anbietet, lohnt sich die Umstellung. Bestehende Passwörter bleiben als Reserve trotzdem sinnvoll.

Dienste werden immer wieder gehackt, und Zugangsdaten landen anschließend in Listen im Netz. Mit dem kostenlosen Dienst Have I Been Pwned kannst du prüfen, ob deine E-Mail-Adresse in bekannten Datenlecks auftaucht.
Taucht sie auf, ändere das Passwort des betroffenen Dienstes sofort. Hast du dasselbe Passwort auch anderswo verwendet, ändere es dort ebenfalls. Genau deshalb ist ein eigenes Passwort pro Dienst so wichtig.
Zu Have I Been Pwned
Ein Hardware-Sicherheitsschlüssel ist ein kleiner USB- oder NFC-Stick, der bei der Anmeldung zusätzlich gebraucht wird. Selbst wenn jemand dein Passwort kennt, kann er sich ohne den physischen Schlüssel nicht anmelden.
Die Anschaffung lohnt sich besonders für das E-Mail-Postfach, den Passwortmanager und das Online-Banking. Achte beim Kauf auf die Unterstützung von FIDO2 oder WebAuthn.

Bei der Zwei-Faktor-Anmeldung brauchst du neben dem Passwort einen zweiten Nachweis, etwa einen Code aus einer Authenticator-App. Ein erbeutetes Passwort ist für Angreifer dann deutlich weniger wert.
Richte die Zwei-Faktor-Anmeldung zuerst beim E-Mail-Konto und beim Passwortmanager ein. Diese beiden Konten sind der Schlüssel zu allen anderen.

Phishing-Nachrichten imitieren Banken, Paketdienste oder Online-Shops. Sie wirken oft dringend und wollen dich auf eine gefälschte Anmeldeseite locken. Mit ein paar Prüfungen erkennst du die meisten Fälschungen.
Ein Passwortmanager hilft zusätzlich, weil er Zugangsdaten nur auf der echten Seite ausfüllt.

Angreifer setzen auf Methoden, die du kennen solltest, um deine Konten besser zu schützen.
Gegen alle drei Methoden hilft dasselbe: lange, zufällige und einzigartige Passwörter oder Passphrasen.

Wenn dasselbe Passwort bei mehreren Diensten funktioniert, reicht ein einziges Datenleck, um viele Konten zu öffnen. Das betrifft besonders E-Mail-Postfächer, weil darüber Passwörter zurückgesetzt werden.
Der einfachste Schutz: Nutze für jeden Dienst ein eigenes Passwort. Ein Passwortmanager übernimmt die Verwaltung, sodass du dir nur das Masterpasswort merken musst.
Die wichtigsten Fachbegriffe in einfachen Worten. Wenn du einem davon begegnest, weißt du sofort, was gemeint ist.
Systematisches Ausprobieren aller möglichen Kombinationen durch einen Rechner.
Das Testen von Zugangsdaten aus Datenlecks auf anderen Diensten.
Eine nicht umkehrbare Prüfsumme, mit der Dienste Passwörter speichern, statt sie im Klartext zu halten.
Maß für die Zufälligkeit eines Passworts, angegeben in Bit. Je höher der Wert, desto schwerer ist es zu erraten.
Das eine Passwort, das den Zugang zu deinem Passwortmanager öffnet.
Ein Schlüsselpaar, mit dem du dich ohne Passwort anmeldest. Bestätigt wird per Gerät.
Gefälschte Nachrichten oder Webseiten, die deine Zugangsdaten abgreifen sollen.
Eine zweite Bestätigung neben dem Passwort, etwa per App oder Sicherheitsschlüssel.
Sobald du die Grundlagen kennst, helfen dir diese Seiten beim nächsten Schritt.